Stippfischen:
Stippangeln ist eine einfache, direkte Angelmethode mit oder ohne Rolle, ideal für Einsteiger, um Weißfische wie Rotaugen oder Brassen in Stillgewässern und Kanälen zu fangen. Eine meist teleskopierbare Rute (3-7m, oder länger) trägt eine gleichlange Schnur mit Pose, Blei und Haken, wodurch der Köder präzise am Spot platziert wird.
Stipprute: Teleskopierbare oder steckbare Rute mit oder ohne Schnurführungsringe, ggf. Stationärrolle.
Montage: Eine Schnur, die etwa so lang ist wie die Rute, wird an der Spitze befes - tigt. Eine montierte Rolle bietet ein Schnurreservoir bei größeren Fischen.
Bissanzeiger: Eine feine Pose (Schwimmer) hält den Köder auf Tiefe und zeigt Bisse an. Hierfür gibt es feststehende Posen oder Laufposen.
Zubehör: Klemmblei, kleine Haken (Größe 14-18).
Grundangeln:
Grundangeln ist eine passive, sehr effektive Methode, bei der der Köder (Naturköder wie Würmer, Maden oder Boilies) mittels eines Bleis, ggf. Futterkorbes am Gewässergrund platziert wird. Beliebt ist die Laufbleimontage, bei der der Fisch beim Biss keinen Widerstand spürt. Die Rute wird meist in einem Rutenhalter abgelegt.
Rute: Feederrute, Stellfischrute oder eine solide Rute von 0 bis 200 g Wurfgewicht.
Rolle: Je nach Gewässer eine 4000 - 6000er Rolle (mit ggf. Freilauf) für das Angeln auf Friedfisch bis Raubfisch.
Schnur: Geflochtene Schnur für direkte Bisserkennung, Mono-Schnur gegen Einfrieren im Winter. Monofile Schnur ist dehnungsreich, geflochtene ist dehnungsarm.
Montage: Hauptschnur, Laufblei (z.B. 10-30g für stehende Gewässer), Gummiperle, Wirbel, Vorfach (0,02 mm dünner als Hauptschnur). Für Fließgewässer bis z.B. 150 g möglich.
Spinnfischen:
Spinnfischen ist eine aktive Raubfischangelmethode, bei der künstliche Köder (Spinner, Blinker, Wobbler, Gummifische) ausgeworfen und eingeholt werden, um Raubfische wie Hecht, Barsch und Zander durch Imitation von Beute zum Biss zu reizen. Es erfordert eine leichte Rute, eine Spinnrolle und ständige Bewegung des Köders.
Aktiv: Im Gegensatz zum Ansitzangeln wird der Köder ständig eingekurbelt.
Köderführung: Köder werden durch Variation der Einholgeschwindigkeit und Pausen zum Leben erweckt, um verletzte Fische zu imitieren.
Ausrüstung: Spinnruten sind meist 2,10 bis 3,00 m lang. Die Schnur (meist geflochten) wird direkt oder über ein Vorfach mit dem Köder verbunden. Monofile Schnur ist für Anfänger meistens besser geeignet, da bei brachialen Bissen die Schnur nicht so leicht ausschlitzt.
Zielfische: Hecht, Barsch, Zander, Forelle, Rapfen, Wels.
Gummifische: Realistische Fischimitate, geführt am Jigkopf.
Wobbler: Hartplastikköder mit Tauchschaufel für unterschiedliche Tiefen.
Spinner und Blinker: Metallköder, die durch Drehung/Wackeln Reize erzeugen.
Fliegenfischen:
Beim Fliegenfischen (auch Flugangeln genannt) wird im Gegensatz zu herkömmlichen Angelmethoden nicht der Köder selbst als Wurfgewicht genutzt. Stattdessen dient eine spezielle Fliegenschnur als Gewicht, um fast gewichtslose Köder – die „Fliegen“ – zum Ziel zu befördern. Hier gibt es verschiedene Schnüre, wie z.B. WF / F, DT und S - Sinkschnüre in verschiedenen Sinkegeschwindigkeiten.
Der Köder: Die „Fliege“ imitiert natürliche Insektenlarven (Nymphen), Insekten auf der Wasseroberfläche (Trockenfliegen) oder kleine Fische (Streamer). Diese werden mit natürlichen oder synthetischen Materialien auf einen Haken gebunden.
Die Ausrüstung: Du benötigst eine spezielle Fliegenrute, eine Fliegenrolle (hauptsächlich zur Schnuraufnahme) und die auf die Rutenklasse abgestimmte Fliegenschnur.
Die Technik: Da die Schnur das Gewicht liefert, ist eine besondere Wurftechnik (wie der Überkopfwurf oder Rollwurf) erforderlich, die meist etwas Übung verlangt. Deshalb wird das Fliegenfischen auch meist als Königsdisziplin beschrieben.
Brandungsangeln:
Brandungsangeln (auch „Surfcasting“ genannt) angelst du direkt vom Strand oder von Molen aus im Meer. Das Ziel ist es, den Köder hinter die Brandungszone zu befördern, wo sich Fische wie Plattfische (Scholle, Flunder) oder Dorsche aufhalten.
Da du oft weite Distanzen (bis über 100 Meter) überbrücken musst, ist spezielles Gerät nötig:
Ruten: Lange Brandungsruten von 3,90 m bis 4,50 m Länge mit einem Wurfgewicht von 150 g bis 250 g.
Rollen: Große, salzwasserfeste Weitwurfrollen (mind. 6000er bis 10000er Größe).
Schnur: Eine dünne Hauptschnur (meist geflochten, ca. 0,12 mm - 0,18 mm) kombiniert mit einer dicken Schlagschnur (Monofil 0,50 mm - 0,70 mm), um die enorme Kraft beim Wurf abzufangen. Dazu gibt es auch noch Schnur, die sich im Durchmesser automatisch verdickt oder verjüngt. Weiter können die Schnüre farbliche Akzente besitzen.
Blei: Spezielle Krallenbleie, die sich im Sand verankern, damit die Montage bei Wellengang nicht abtreibt.
Wattwürmer und Seeringelwürmer: Die absoluten Top-Köder für fast alle Meeresfische in der Brandung.
Vorfächer: Meist Montagen mit 1 bis 3 Haken, die mit Auftriebskörpern (Perlen) versehen sind, damit der Köder knapp über dem Grund schwebt und für die Fische besser sichtbar ist.
Meeresfischen / Hochseeangeln:
Unter Meeresfischen versteht man sowohl die Fischarten, die im Salzwasser leben, als auch das Hobby des Meeresangelns. Die beste Zeit für den Fang ist oft die Dämmerung sowie Phasen mit auflaufendem Wasser, da die Fische in diesen Zeitfenstern besonders aktiv sind.
Je nach Region und Tiefe variieren die Fischarten und die passende Taktik:
Dorsch, Makrele & Heilbutt: Diese werden häufig mit Kunstködern wie Pilkern, Gummifischen oder Jigs gefangen, die in der Strömung Druck erzeugen.
Plattfische (Scholle, Flunder): Hier kommen oft Naturködersysteme mit Würmern oder Fischfetzen zum Einsatz.
Meerforelle & Hornhecht: Diese Arten lassen sich gut mit Meeresblinkern in Küstennähe befischen.
Für das Fischen im Meer wird spezielles, korrosionsbeständiges Tackle benötigt:
Ruten & Rollen: Spezielle Meeresruten (z. B. Brandungsruten oder Bootsruten) und robuste Rollen sind essenziell.
Zubehör: Vorfächer, geflochtene Schnüre sowie Werkzeuge wie Scheren und Zangen gehören zur Grundausstattung.